Atelier Birgit Sommer
Atelier  Birgit Sommer

...ene mene muh und wo bleibst Du... 

Frauenmuseum Bonn | Rauminstallation | 2017

 

50 zeltartige, Blick durchlässige  Gebilde unterschiedlicher Größe, verteilen sich im Raum. Aus jeweils 5 Eisenstangen, der Anzahl der Kontinente entsprechend, sind sie zu einer Art Zeltstadt, Siedlung aufgebaut. Im Inneren der hautlosen und somit auch ungeschützten temporären Behausungen, befindet sich jeweils mittig eine alte Konservendose mit der Aufschrift "reserved" (reserviert).

 

Schnell fällt der Blick auf einen aus farbigen Telefondrähten bestehenden Koffer. Das Wort "responsibility" (Verantwortung) ist zu lesen. Um welche Art von Koffer es sich hierbei handelt, wem er beispielsweise gehört, bleibt offen. Auffallend ist jedoch sein Erscheinungsbild, seine Struktur, die an geographische Karten erinnern lässt. Ein Rollbrett auf dem der Koffer steht, kann die Assoziation von reisen, jederzeit einsatzbereit hervorrufen.

 

Die vier oberen Kofferecken stellen die Verbindung zu einem weiteren Element der Installation her. Hier sind ebenfalls farbige Telefondrähte - Sinnbild für Kommunikation - angebracht und raum-greifend zu einer Art dreidimensionalem Netz geknüpft, von dem das kleine Dorf umgeben ist. Die Landkartenbilder erfahren ihre globale Fortführung. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass das Netzwerk immer wieder Impulse empfängt und leicht in Schwingung gerät. Der Faktor Zeit, das Jetzt und Heute, findet hier seine Symbolik. Als Impulsgeber dient ein  motorbetriebenes Herz.

 

Das bemerkenswerte Lebenswerk der Elsa Brändström

Die auch als "Engel von Sibirien" bekannt gewordene E. Brändström hat in vorbildlicher Weise die Verantwortung  für 100.000 de Kriegsopfer, deren Angehörige, Kinder etc. übernommen und ge-tragen. Sie initiierte Zeit ihres Lebens Netzwerke, eine Vielzahl von sozialen nachhaltigen Projekten, um Menschen in Not zu unterstützen. Vor Landesgrenzen, Nationalitäten machte sie keinen Halt. ...ene mene muh und wo bleibst Du...

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© Birgit Sommer